Ganz Normal
Ab heute werde ich anfangen, regelmäßig etwas zu den Songs der Platte zu schreiben. Zu Text, Musik, und deren Entstehung. Ob ich dabei chronologisch vorgehen werde, weiss ich nicht, aber ich versuchs mal.
“Ganz normal”
Manchmal bringen Songs schon bei der Entstehung seltsam Vorherbestimmtes mit sich, und so war dieser Song eindeutig ein Opener! Das war schon klar, bevor er überhaupt fertig war.
Alles begann mit einem Jam, aus dem der Anfangsteil entstand…neu war dabei für uns, etwas so monoton durchzuspielen. Das hatte etwas hypnotisches, und hier auch etwas orientalisches. Ich sah Wüstensand. Menschen, die wandern, suchen, und das Stück bekam den Arbeitstitel “Karawane”, noch bevor ein Wort geschrieben war. “Komm mit” war wohl die konsequente erste Zeile die sich aus dem Bild und der Stimmung ergab. Aber es war klar, dass der Song nicht so enden konnte, und zu der strahlenden Stelle kamen mir die Zeilen: “Das sind alles bloß Gefühle, das ist alles nicht real”, und das brachte ein mir wichtiges Thema auf den Punkt: Das (vermeintlich) vernünftige festhalten an der Vernunft. So zu tun, als könne man das Leben mit seiner bunten, irren Vielfalt komplett im Griff haben. Meiner Überzeugung nach führt das zu genauso wenig, wie sich nur von den eigenen Launen treiben zu lassen.
Am Ende gab es dann noch eine lange Diskussion über den Titel, die dann ungefähr so ging:
“Karawane?”
“Ne, da denk ich an: Der Sultan hät doosch…!”
“Intro?”
“Ne, der ist doch länger als 20 Sekunden! Soll man den überspringen?”
Also dann “Ganz Normal”, um es zu einem ganzen Song zu machen, und dann noch das Wort “Prolog” um klar zu machen, dass es der Türöffner zu Platte ist. So sind wir uns dann ein paar Minuten vor Abgabe einig geworden.
Der Beitrag wurde am Sonntag, den 19. April 2009 um 20:07 Uhr veröffentlicht und wurde unter Song abgelegt. du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS 2.0 Feed verfolgen. du kannst einen Kommentar schreiben, oder einen Trackback auf deiner Seite einrichten.
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Da wurde dann alles eingängig gesagt: Es sind alles nur Gefühle, das ist alles nicht real”. Und die Kritiker habens nicht bemerkt (gehört).